Abenteuer in Aborea - Ein Spielberichtstagebuch

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Théorel
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Abenteuer in Aborea - Ein Spielberichtstagebuch

Beitrag von Théorel » 26.10.2020, 18:57

Hallo an alle die auch an Aborea interessiert sind.

Hier unter diesem Thread werde ich in Zukunft Kapitelweise die Erlebnisse meiner kleinen Spielrunde präsentieren.
Dazu wünsche ich euch jetzt schon viel Spaß beim lesen, euer Théorel
Zuletzt geändert von Théorel am 16.11.2020, 16:28, insgesamt 1-mal geändert.

Théorel
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Abenteuer in Aborea - Ein Spielberichtstagebuch

Beitrag von Théorel » 27.10.2020, 20:25

So meine lieben,

in den nächsten beiden Posts präsentiere ich euch jeweils eine hälfte der Protagonisten meiner 4-köpfigen Spielrunde.
Als erstes habe ich die beiden jüngsten erwählt.

Viel Spaß beim lesen.


Merissa
Sie wurde im Jahr 897 NZ im Elfenreich Aqmola als Tochter eines Generals und einer Zauberin geboren. Seit frühester Jugend stöberte sie in allen Büchern der heimischen Bibliothek, insbesondere in den Zauberfolianten ihrer Mutter, wobei sie natürlich auch jede Menge Unsinn anstellte, die die Mutter oftmals wieder gerade biegen musste. Deshalb wurde sie von ihrer Mutter in die Kunst des Zauberns eingeführt und als Merissa 9 Jahre zählte, wurde sie an eine aqmolische Zauberschule gesandt. Als sie das 17. Lebensjahr vollendet hatte war sie mit ihren Studien soweit, dass sie ihren Zauberstab überreicht bekam.
Da Merissa sich schon immer mit der Natur verbunden fühlte, machte sie in den Studienpausen oft Tagelange ausritte. So kam sie auch an die Westgrenze von Aqmola und entdeckte in einem versteckten Tal des nördlichen Ghalgrats einen wunderschönen See und traf dort, nur zwei Tage nach dem sie ihren Stab überreicht bekommen hatte, eine Person, die innerhalb eines Jahres zu ihrer besten Freundin werden sollte, nämlich…


Synthia
Alles was sie von sich weiß ist, dass sie im Jahr 899 NZ in Coimbra, der nördlichen Hafen- und Handelsstadt des Großkönigreich Tion, geboren wurde und in einem der Waisenhäuser aufwuchs. Wer ihre Eltern sind, davon hat sie keine Ahnung. Schon immer war sie eine Einzelgängerin, denn die anderen Kinder misstrauten ihr und hänselten sie wegen ihrer etwas spitzeren Ohren und den extrem guten Augen. Auch deshalb streunerte sie schon immer gerne um die dortige Kampfschule, wo sie dann auch mit 8 Jahren die Ausbildung beginnen durfte. In harter Übung und mit sehr viel Talent erarbeitete sie sich die Anerkennung der Ausbilder, und gleichzeitig die Verachtung ihrer Mitstreiter, weswegen sie wieder nur sich alleine hatte.
Auch deswegen zog es sie immer wieder aus Coimbra hinaus in die Natur, auch in die Nähe der Grenze zu Aqmola, wo sie Abgeschiedenheit und Ruhe an einem wunderschönen See fand. An einem Tag, es war etwa eine Woche nach ihrem 15. Geburtstag, als sie wieder am See spazieren ging, lernte sie Merissa kennen und beide wurden die besten Freundinnen.
Zuletzt geändert von Théorel am 16.11.2020, 16:29, insgesamt 2-mal geändert.

Théorel
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Abenteuer in Aborea - Ein Spielberichtstagebuch

Beitrag von Théorel » 30.10.2020, 18:56

Hallo meine lieben,
und hier die letzten beiden Protagonisten meiner Gruppe.

Viel Spaß beim lesen.



Hridaya
Sie wurde im Jahr 893 NZ im Dorf Leet, gelegen im Casnewydd am Fuße des Ghalgrats im westlichen Großkönigreich Tion, als Tochter der Dorf-Schamanin geboren. Schon früh erkannte die Mutter, dass sie zukünftig ihr Erbe antreten würde und lehrte Hridaya alles, was sie Wissen musste, auch den Umgang mit der ihr innewohnenden Magie. Im Alter von 16 Jahren erlebte Leet einen Überfall eines Söldnertrupps, als ein geheimnisvoller Mann in Erscheinung trat, und das Dorf rettete. Als ihre Mutter starb, war sie 20 Jahre alt und übernahm damit auch die Verantwortung als Dorf-Schamanin.

Théorel von Schönweil (Schleicher)
Er wurde im Jahr 883 NZ als Sohn des Obersten Jägers in Schönweil im Suderland, an der Grenze zu Tion und des Casnewydd, geboren. Schon jung begann seine Ausbildung und schloss diese im Alter von 16 Jahren mit Bravur ab. Es hielt ihn aber nur zwei Jahre in seiner Heimatstadt, danach zog es ihn in die Natur und in den nicht allzu fernen Casnewydd, wo er eine Person kennenlernte (er nannte sich Mycele), die ihn in Geheimnisse der Natur unterwies, die er noch nicht kannte. So erwarb er sich die Fertigkeiten um Waldläufer zu werden. Mit 25 Jahren kam er in die Gegend um das Dorf Leet, und bekam mit, dass es von einer marodierenden Truppe von Söldnern angegriffen wurde. Er organisierte den Wiederstand und rettete das Dorf vor der Zerstörung und gilt seit dem als die „gute Seele“. Zu dieser Zeit lernte er auch die damals angehende Schamanin Hridaya kennen.
Zuletzt geändert von Théorel am 16.11.2020, 16:29, insgesamt 3-mal geändert.

Théorel
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1. Abenteuer Die Raubsteine auf dem Buckel, Teil 1

Beitrag von Théorel » 31.10.2020, 15:00

Hallo ihr lieben,
ab jetzt geht es mit der Geschichte los. Ich wünsche viel Spaß beim lesen und Miterleben unserer Abenteuer.


Kapitel 1
Palea, 915 NZ, Großkönigreich Tion, nördlicher Ghalgrat an der Grenze zu Aqmola, mitten im Herbst, ca. 1 Stunde nach Sonnenhöchststand

Nachdem Synthia ihre Schwertreife erreichte und damit ihr erstes Schwert bekam, ritt sie nun voller Vorfreude zu dem Ort, um ihre Freundin Merissa zu treffen, dem wunderschönen See, wo sich beide nun schon seit einem Jahr treffen.
Zur gleichen Zeit, als Synthia noch zum See unterwegs ist, erreicht Merissa mit ihrem Pferd den Treffpunkt, um zusammen die Schwertreife ihrer Freundin zu feiern, und wird stutzig. Ist Synthia etwa schon vor mir da? Da sind doch Spuren die zum See führen? Aber wo ist denn ihr Pferd? denkt Merissa, und sieht sich die Spuren genauer an und entdeckt, dass es keine menschlichen oder elfischen Füße waren, sondern solche von Goblins, und dann auch noch mindestens zwei! Aber die Neugier treibt sie an, die Spuren weiter links das Seeufer entlang in Richtung eines Dickichts zu folgen. Rechtzeitig noch, bevor sie das Dickicht betritt, entdeckt sie eine Stolperfalle, steigt hinüber und steht im Halbdunkel. Im selben Moment, als ihre Augen sich gerade an die veränderte Sicht gewöhnen, bekommt sie von hinten einen Sack übergestreift und mit einem Schlag auf den Hinterkopf bewusstlos geschlagen.
In dem Moment als Merissa niedergeschlagen wird, hat Synthia ein ganz schlechtes Gefühl und beschleunigt ihr Pferd, kommt etwa eine halbe Stunde früher am See an, und als sie das Pferd von Merissa sieht, ist sie im ersten Moment beruhigt. Sie bindet es neben Merissas und wird auf die Spuren aufmerksam. Sie erkennt neben denen von Merissa auch noch mindestens zwei Spuren von Goblins und folgt diesen, wie zuvor schon Merissa. Da sie die Spuren nicht verwischen möchte, geht sie neben dem Pfad und erreicht das Dickicht. Als sie in das halbdunkel tritt, übersieht sie eine aus dem Boden ragende Wurzel, bleibt hängen und landet vor zwei Stiefelspitzen. Als sie an den Stiefeln nach oben schaut, erkennt sie einen Mann der sie anlächelt und schelmisch fragt: „Schau an, welch komischer Goblin ist mir denn da vor die Füße gefallen?“ Synthia antwortet stotternd: „Äh…ähm…ich…ich…ich heiße Synthia und suche meine Freundin, hast du sie gesehen und vor allem wer bist du?“ „Mich nennt man Schleicher um deine zweite Frage zu beantworten. Wegen der ersten Frage kann ich nur sagen, dass ich vor ca. einer halben Stunde eine Vierköpfige Goblinbande beobachtet habe, die eine verschnürte Person auf den Schultern abtransportiert haben. Sind deine Fragen nun beantwortet?“ erwidert Schleicher. Synthia schüttelt den Kopf, denkt kurz nach und sagt: „Dann könnte das eventuell meine Freundin sein, aber wie kann ich sie befreien?“ Schleicher kratzt sich am Kopf, schnipst mit den Fingern und sagt zu Synthia gewandt: „Jetzt fügt sich auch einiges zusammen. Das Pferd dort am Baum gehört deiner Freundin?“ Synthia nickt, Schleicher fährt mit den Überlegungen fort: „Dann kann es wirklich möglich sein, dass sie das wirklich war, die auf den Schultern weggeschafft wurde! Ich helfe dir, zusammen befreien wir sie. Das würdest du auch nicht alleine schaffen, und wenn, nur mit ganz viel Glück. Los Komm, lass uns keine Zeit verlieren! Hast du ein Pferd?“ stellt Schleicher die Frage. Synthia nickt, führt ihn zu den Pferden und beide nehmen die Verfolgung auf.........Fortsetzung folgt
Zuletzt geändert von Théorel am 04.01.2021, 17:40, insgesamt 3-mal geändert.

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1. Abenteuer Die Raubsteine auf dem Buckel, Teil 2

Beitrag von Théorel » 31.10.2020, 16:16

Mittlerweile ist es später Nachmittag geworden, und um noch an diesem Tag die Chance zu haben Merissa zu befreien, treiben Synthia und Schleicher die Pferde an. Nach nur einer Stunde schnellen Rittes lässt Schleicher beide anhalten, gleitet vom Pferd und sagt: „Warte kurz, ich sehe mich mal nach den Goblins um, bin gleich wieder da.“ Kaum dass er dies gesagt hat, war er auch schon in der Dämmerung verschwunden. Synthia war etwas nervös, so ganz allein, abgesehen von den Pferden, und verlor auch ein wenig das Zeitgefühl. Plötzlich fühlt sie auf ihrer Schulter eine Berührung, schrickt zusammen, dreht sich um, und es steht Schleicher hinter ihr. Leise teilt er ihr mit: „Erschrick nicht, ich bin es nur. In etwa einem halben Kilometer habe ich die Bande entdeckt. Sie liegen auf einer Lichtung und haben ein Feuer gemacht. Die verschnürte Person ist dort an einen Baum gelehnt und einer sitzt in der Nähe. Wenn wir zusammen dorthin schleichen, kann einer von uns auf die Goblins achten, während der andere die verschnürte Person befreit.“ Synthia nickt zustimmend und sagt: „ Alles klar, da ich nicht so kräftig bin befreist du sie, und ich passe auf!“ Schleicher nickt und beide binden die Pferde an einen Baum und Schleicher sie schleichen zu der Feuerstelle. Ohne einen geringsten Mucks und völlig lautlos gelingt es, die verschnürte Person zu befreien und zu den Pferden zurück zu kehren. Nun stellt sich heraus, dass es wirklich Merissa ist, die entführt wurde, aber noch nicht das Bewusstsein wieder erlangt hat. Trotzdem mahnt Schleicher zur Eile, denn er sagt: „Wir sollten so schnell wie es geht von hier fort. Wenn uns die Goblins erwischen, dann kann es ungemütlich werden. Zu zweit und mit deiner bewusstlosen Freundin gegen vier Goblins, das können wir nicht riskieren. Aber ich kenne einen Ort, etwa eineinhalb Tagesreisen, wenn wir normal reisen würden. Komm, wir müssen den Pferden nochmals alles abverlangen, dann könnten wir es mit Glück in der Hälfte der Zeit schaffen. Unterwegs sollten wir auch die Pausen nur auf das Notwendigste beschränken.“ Als Schleicher endete, schnappte er sich die bewusstlose Merissa, legte sie über ihr Pferd, Synthia stieg auf ihres und sie machten sich schnellen Hufes auf, um so schnell wie möglich nach Leet zu gelangen.........Fortsetzung folgt

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1. Abenteuer Die Raubsteine auf dem Buckel, Teil 3

Beitrag von Théorel » 31.10.2020, 19:43

Während einer Rast im Morgengrauen kümmert sich Schleicher um die mittlerweile erwachte Merissa. Außer einer Beule, die von Schleicher mit einer Salbe behandelt wurde, und Kopfschmerzen, gegen die Merissa einen Kräutertee zu trinken bekam, fehlt ihr nichts. Während dessen Merissa den Tee trank, ging Schleicher den Weg, den sie geritten waren wieder zurück und schaut, ob die Goblinbande sie immer noch verfolgt. Nach einiger Zeit gesellt er sich wieder zu den beiden Freundinnen und berichtet: „Die Goblins haben das Interesse an unserer Verfolgung verloren. Endlich können wir entspannter nach Leet reiten.“ Und zu Merissa gewandt fragt er: „Und Merissa, wie geht es dir? Sind die Kopfschmerzen durch den Tee besser geworden?“ Merissa nickt und erwidert: „Ja, dank dem Tee geht es wieder besser.“ Schleicher ist beruhigt und sagt: „Also dann, auf nach Leet. Dort gibt es eine Person, die kann nochmal nach dir und deinen Befindlichkeiten schauen Merissa.“ Obwohl es Merissa etwas besser ging, setzte sich aber trotzdem hinter ihre Freundin und so ritten die drei gemeinsam Richtung Süden durch den Casnewydd, den Fuß des Ghalgrats immer zur linken bis sie gegen Sonnenhöchststand auf dem Weg an den Waldrand gelangten und auf eine sanft zu einem Fluß abfallende Uferwiese sahen, und in größerer Entfernung den Weg entlang schauend eine Brücke und dahinter ein mit Palisaden umzäuntes Dorf. Kurz anhaltend erklärt Schleicher: „In der Ferne seht ihr Leet, der Fluß ist der Laan.“ Und nach links, zu einer windschiefen Hütte zeigend sagt er: „Und dort ist die Hütte, die der Person gehört zu der ich möchte, kommt mit.“ So lenkten sie die Pferde vom Weg ab, Richtung der Hütte. Dort angekommen klopft Schleicher an und ruft: „Hridaya! Hridaya, seid ihr da?“ wartet einen Moment steigt vom Pferd und sagt: „Sie ist im Moment nicht hier. Das ist aber nicht schlimm, ich hinterlasse ihr eine Nachricht wo wir hingehen, dann kann sie nachkommen.“ Er kramt einen Zettel aus seiner Gürteltasche und malt mit einem Stückchen Kohle einen brennenden Kessel darauf und steckt diesen in das Schloss an der Tür, steigt auf des Pferd und sagt zu Merissa und Synthia: „Wir reiten jetzt nach Leet in das dortige Gasthaus den Brandkessel. Dort bekommen wir zu essen und trinken, sowie für euch ein Zimmer für die Nacht“ und so reiten Schleicher, Merissa und Synthia nach Leet zum Brandkessel.........Fortsetzung folgt

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1. Abenteuer Die Raubsteine auf dem Buckel, Teil 4

Beitrag von Théorel » 01.11.2020, 11:38

In Leet angekommen, lässt Schleicher vor einem größeren Haus mit einem Torbogen anhalten, dessen Torflügel offen standen. Über dem Tor war ein Schild, auf dem ein Kessel zu sehen war, an dem sich Flammen entlang züngelten. Kaum dass sie durch das Tor schritten, kam auch schon ein Stall-bursche flinken Schrittes auf sie zu. Schleicher schien ihn zu kennen, er sprach: „Hier Hinz, unsere Pferde bedürfen dringend deine fürsorglichen Hände. Gut striegeln, und deinen besten Hafer nicht vergessen!“ Mittlerweile war Hinz schon im Stall verschwunden und man hörte ihn von dort rufen: „Wird gemacht, Herr Schleicher!“ Dieser führte Melissa und Synthia nun in die große Gaststube, ging zielstrebig zu dem Kamin am nächsten gelegenen Tisch an die Kopfseite, nahm sich einen Stuhl und streckte die Füße zum Kamin. In kurzer Entfernung gingen Synthia und Merissa hinter Schleicher her und setzten sich gegenüber neben Schleicher an den Tisch. Während sie durch die Gaststube liefen, hatte Merissa das Gefühl total unerwünscht zu sein, und sie glaubte, wenn sie ohne Schleicher hier herein gekommen wäre, dass sie gleich wieder hätte gehen müssen. In der Gaststube befanden sich neben dem Wirt und einem Schankgehilfen hinter der Theke, noch etwa 20 Gäste, die alle, außer dem Schankgehilfen, Merissa misstrauisch begutachteten. Sobald die 3 am Tisch saßen, kam der Schankgehilfe auf sie zugewieselt und fragte: „Willkommen im Brandkessel. Was darf ich denn den edlen zwei Frauen und dem werten Herrn Schleicher bringen?“ „Sehr höflich und aufmerksam Kunz. Für mich bitte einen heißen Met und den Eintopf des Hauses“ antwortet Schleicher. Synthia erwidert: „Für mich auch einen heißen Met und den Eintopf“, worauf Merissa sagt: „Ich bekomme einen Kräutertee und auch einmal den Eintopf.“ Sowie Merissa ihre Bestellung sagt, kann Hinz kaum noch die Augen von Merissa wenden, so gefesselt ist er in Anbetracht ihrer anmutigen Erscheinung als Elfe. Sowie er sich wieder gefasst hat wiederholt er sich räuspernd: „Also 2x heißer Met, 1 Kräutertee und 3x Eintopf, kommt sofort“, ist sogleich in die Küche unterwegs und ruft an der Theke dem Wirt die Getränke zu. Es dauert einen Moment bis Kunz wieder aus der Küche kommt, dann drückt der Wirt ihm drei Krüge in die Hand und brummt: „Hier für Schleicher, beeil dich!“ Kunz erwidert: „Jawohl, Herr Leunnand“ und ist wieselflink beim Kamin und stellt mit den Worten: „Hier eure Getränke, und ich hoffe ich habe richtig gehandelt, denn eure Habseligkeiten, meine Damen, habe ich auf ein Zimmer gebracht. Hier der Schlüssel“ und legt den Schlüssel auf den Tisch. Im gleichen Moment ertönt eine Frauenstimme aus der Küche, die ruft: „Hinz, Hinz die Bestellung!“ Hinz erwidert: „Jawohl Frau Smeralda!“ und wieselt in die Küche, nur um kurze Zeit mit drei dampfenden Schüsseln mit Eintopf wieder am Tisch zu stehen, die er auch sogleich verteilt. Die drei haben kaum mit ihrem Essen angefangen, als eine weibliche Person an ihren Tisch tritt und fragt: „Hallo Schleicher, und hallo meine Damen, darf ich mich an euren Tisch setzen?“ Schleicher schaut nur kurz auf und nickt. Sowie die Frau sich an den Tisch neben Synthia gesetzt hat, als auch schon Kunz wieder am Tisch stand und fragt: „Was darf ich der Frau Hridaya denn Gutes tun?“ Die angesprochene erwidert: „Für mich einen Krug Bier und den Eintopf des Hauses, aber ja ohne, wie immer.“ Kunz nickt und sagt: „Jawoll, wie Frau Hridaya wünschen“ und wieselt zur Theke und gleich darauf in die Küche. Und nur ein paar Minuten später ist Hridaya auch schon versorgt. Nachdem alle sich verköstigt haben, holt Schleicher einen Beutel mit Tabak und eine Pfeife aus seiner Gürtelasche, stopft sie und zündet diese an, und schmauchend fängt er an: „Wie ich sehe hast du meine Nachricht gesehen. Warst du im Wald meditieren?“ Hridaya nickt zustimmend und erwidert: „Da liegst du richtig. Aber ich bin auch neugierig wer deine Begleiterinnen sind und welche Geschichte hinter euch liegt.“ Und so stellten sich die beiden Freundinnen vor, und Schleicher begann, zwischendurch von Synthia und Merissa ausgeschmückt und ergänzt, die Erlebnisse bis Leet zu erzählen.........Fortsetzung folgt

Théorel
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1. Abenteuer Die Raubsteine auf dem Buckel, Teil 5

Beitrag von Théorel » 14.11.2020, 16:35

Kapitel 2
Palea, Großkönigreich Tion, Leet, mitten im Herbst, ca. 2,5 Stunden nach Sonnenhöchststand

Als Schleicher und die Freundinnen mit erzählen fertig sind wendet er sich an Hridaya und sagt: „Weswegen ich dich sprechen wollte war, kannst du über Merissa nochmal schauen, ob ich irgendetwas übersehen habe unterwegs?“ „Ja klar, komm Merissa, sollen wir in meine Hütte?“ fragt Hridaya. „Wir brauchen nicht so weit gehen, wir haben oben ein Zimmer“ erwidert Merissa. So stehen die beiden auf und wollen gerade nach oben, als die Tür zum Schankraum aufgeht und eine Gruppe von fünf Männern eintritt, wobei die vier jüngeren den ältesten, ein sehr bleicher, hagerer Mann um die 60 Jahre, mit silbergrauen Haaren und ein mit tiefen Falten und Furchen durchgrabenes Gesicht, auslachen und der jüngste, er zählt etwa 25 Jahre, der Gruppe ausruft :“He Leute, hört mal her, Bokter sieht nicht nur aus wie ein Gespenst, er hat heute auch eins gesehen! Ha, ha, ha, ha! Anscheinend hat er zu tief in seinen Flachmann geschaut, ha, ha, ha, ha!“ und die andere lachen aus voller Kehle mit und laufen zu einem freien Tisch. Als Bokter am Tresen vorbei kommt, haut er mit der Faust darauf und ruft wütend aus: „Und wenn ihr mich bis in alle Ewigkeit verspottet, ich habe sie gehört und gesehen!“ und geht mit finsterer Mine auch zu dem Tisch wo die anderen sitzen. Schleicher sagt zu Hridaya: „Geh du schon mal mit Merissa nach oben, ich gehe mal zu Bokter.“ Synthia erwidert: „Mach du das mal allein, ich möchte erst mein Met in Ruhe trinken.“ Also gehen Hridaya und Merissa nach oben auf das Zimmer und Schleicher begibt sich an den Tisch. Nach einer Weile kommt Schleicher mit Bokter zu Synthia an den Tisch, und in diesem Moment erscheinen auch Merissa und Hridaya wieder. „Ich konnte an ihr nichts feststellen“ und zum Neuankömmling gewendet fragt sie: „Guten Tag Bokter, du siehst ja noch schlimmer aus als sonst, wir haben vorhin ja schon etwas mitbekommen, was ist denn genau geschehen?“ „Ah, guten Tag Hridaya, meine Damen“ begrüßt er die weiblichen Personen und schaut Synthia und Merissa im speziellen mit düsterer Mine an und fragt: „Wollt ihr wirklich die Schauergeschichte hören, mit allem was dazu gehört?“ Synthia und Merissa wechseln kurz die Blicke und nicken zustimmend. Also beginnt Bokter zu erzählen: „Hridaya und Schleicher, ihr werdet die Legende ja schon gehört haben, für die zwei jungen Damen erzähle ich sie. Also, lasst mich mal überlegen. Ja genau, lange vor unserer Zeit, vor mehr als 400 Jahren, herrschte einst der grausame König Haestar mit seiner Sippe über das nördliche Tal. Der tyrannische König unterdrückte das Volk, erhebte unnütze Steuern und verbreitete Angst und Schrecken. Er rechtfertigte es damit, dass seit den allerersten Tagen sein Blut von den Göttern selbst dazu erkoren sei, Herr über alles und jeden zu sein. In der darauffolgenden Zeit rebellierte das Volk immer mehr, und unter der Führung eines Soldaten Haestars mit dem Namen Jorien wurde der selbstherrliche Tyrann endlich gestürzt und durch die Rufe seiner Gefolgsleute und des Volkes, setzte er sich, am Anfang wiederwillig, als Nachfolger auf den Thron. Es kamen auch einige gute Jahre für das Volk, aber mit der Zeit ließ die plötzlich erlangte Macht Jorien immer gieriger, schrecklicher und grausamer werden, schrecklicher und grausamer noch als Haestar selbst war. Das Volk litt immer mehr, wurde geknechtet und wie eine reife Zitrone ausgequetscht, bis der letzte Muena bei Jorien in der Schatzkammer, tief unter den Raubsteinen, landete. Wenn das Volk die Steuern nicht bezahlen konnte,
wurden Sie bestraft und im schlimmsten Fall weggebracht. Darauf erhielt die Bande um Jorien den Namen Bluttrinker. So ging es Jahre um Jahre und in einer ganz stürmischen Nacht, vor nicht ganz genau 400 Jahren hatten die Götter mit dem Volk ein einsehen und ließen Blitze hinab schleudern, sodass die Festung und die Bluttrinker vernichtet wurden. Nur dass die Bluttrinker Ihren Tod nicht wahrhaben wollten und so gierig auf den Schatz waren, dass sie bis heute als Geister den Hort bewachen. Und seit Wochen hört man von den Leuten, die dort im Umkreis wohnen und arbeiten, dass es dort Spukt. Ich habe es auch nicht geglaubt und als Märchen abgetan, wie die anderen vier. Aber heute bin ich da oben vorbei gekommen, und da habe ich dies unheimliche Geheul vernommen. Es kam direkt aus dem alten Gemäuer. Und ich schwöre bei Mycael, da oben habe ich kein einziges Wild gesehen. Dafür aber schattenhafte Gestalten zwischen dem alten Gemäuer und den Bäumen. Das waren die Bluttrinker mit ihrem Anführer Jorien, sage ich euch, deren Gier nach Reichtümern sie in der Welt hält. Wenn keiner etwas dagegen unternimmt, werden sie uns allem das Leben aussaugen und uns in den Wahnsinn treiben.“ Synthia und Merissa sind, als Bokter endet, durch die Legende etwas eingeschüchtert und möchten am liebsten nichts damit zu tun haben. Hridaya schaut zu Schleicher und merkt, dass er ganz gedankenversunken am Tisch sitzt. „Was ist los Schleicher, so nachdenklich?“ fragt Hridaya. „Ich habe die ganze Zeit nachgedacht, also Wölfe können das nicht sein, auch das mit den Schattengestalten ist merkwürdig. Entschuldigt mich, ich bin mal unterwegs!“ Und mit diesen Worten verlässt Schleicher den Brandkessel.........Fortsetzung folgt

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1. Abenteuer Die Raubsteine auf dem Buckel, Teil 6

Beitrag von Théorel » 14.11.2020, 17:58

Nachdem Schleicher gegangen ist, fragt Hridaya Bokter: „Könntest du uns zeigen wo du die Stimmen gehört und die Schatten gesehen hast?“ „Meine liebe Hridaya, nicht einmal die 10 Goldfalken die Einauge verspricht, bekommen mich in der nächsten Zeit in die Nähe des Buckels, solange die Bluttrinker als Geister da oben hausen.“ Die zwei Freundinnen fragen Hridaya, wer Einauge ist, und sie erklärt den zwei, dass Einauge eigentlich Ernesto Cavalier heißt und der Verwalter des Dorfes ist. Die drei beraten sich kurz und beschließen, ihn auf zu suchen, verabschieden sich von Bokter und machen sich zum Haus des Dorfrates auf, indem auch Einauge seine Wohnung besitzt, das vis à vis zum Brandkessel liegt. An dem einzigen, außer dem Brandkessel, zweistöckigen Gebäude am Marktplatz angekommen, klopft Synthia kräftig an die Tür. Nach kurzer Zeit wird diese von einer etwa vierzigjährigen Frau geöffnet, die die drei anspricht: „Hallo Hridaya, meine Damen. Was wünscht ihr, wollt ihr zu Ernesto?“ Darauf ergreift Hridaya das Wort und antwortet: „Hallo Amalie, ganz genau. Dürfen wir eintreten?“ „Ja, kommt herein und wartet unten an der Treppe, ich melde euch bei ihm an.“ Schon steigt sie besagte, an der Rückwand entlang führende Treppe hinauf und verschwindet im Obergeschoß. Kurze Zeit darauf erscheint sie am oberen Ende und sagt: „Ihr könnt zu ihm, er wartet auf euch.“ Die drei steigen hinauf und werden in den Schreibraum von Einauge geführt, wo ein einäugiger, graugesichtiger etwa fünfzigjähriger Mann mit Kinnbart hinter einem Schreibtisch auf einem gepolsterten Ohrensessel sitzt und einen Federkiel in der Hand hält. Vor sich, auf dem Schreibtisch befinden sich aufgeschlagene Bücher und eine Unmenge von Pergamenten. Er macht eine Geste, dass die Drei sich setzen sollen und sagt: „Setzt euch und guten Tag Hridaya, meine Damen, was führt euch zu mir?“ Hridaya ergreift hier auch wieder das Wort, stellt die Freundinnen vor und erzählt das, was sie von Bokter Selnior erfahren haben. Als sie endet, streicht sich Einauge nachdenklich durch seinen Kinnbart und erwidert: „Also ist an den Geschichten aus den nördlichen Gebieten rund um den Buckel doch etwas dran. Andere, sowohl Bauern, Jäger und Köhler haben ähnliches wie Bokter berichtet. In den Berichten war von, lass mich mal schauen wo es steht, ah, ja, hier, grünhäutigen Kreaturen, schemenhaften oder schattenhaften Gestalten und, lass mich kurz suchen, ah hier steht es, unheimlichen Geheule die Rede. Der Dorfrat und ich können es sich nicht leisten, dass durch Schauer- und Spukgeschichten die nördlichen Gebiete gemieden werden und nicht mehr bewohnbar sind. Dort oben befinden sich nämlich herausragende Wildgründe und äußerst fruchtbares Land.“ Als die Beschreibung „grünhäutige Kreaturen“ fällt, wird Merissa hellhörig und ruft, als Einauge fertig ist, aus: „Das hört sich doch an, als ob es Goblins sein können!“ Ein blitzen ist in Einauges einem Auge, als er sagt: „Gut kombiniert, meine liebe. Das vermuten wir übrigens auch. Und falls jemand dem ganzen ein Ende bereitet, dem winken 10 Goldfalken. Na, seht ihr euch berufen? 10 Goldfalken pro Nase für jeden von euch, sind wir im Geschäft?“ Die drei Frauen schauen sich kurz an und sagen wie aus einem Mund: „Wir sind dabei!“ Hridaya ergänzt: „Auch wenn er nicht bei uns ist, vermerke bitte noch Schleicher.“ „Also dann, dann werde ich aus der Dorfkasse 40 Goldfalken entnehmen und für euch verwahren, bis ihr erfolgreich zurückkommt. Im Namen des Rates wünsche ich euch viel Erfolg und eine gute Nacht.“ Somit verabschieden sich die drei Frauen und kehren in den Brandkessel zurück. Dort angekommen, und während sie ihre Getränke zu sich nehmen, überkommt den beiden Freundinnen eine Müdigkeit, die sie fast am Tisch einschlafen lässt. Daraufhin macht Hridaya den Vorschlag, sich am nächsten Morgen zum Frühstück hier im Brandkessel wieder zu treffen „…und Schleicher ist ja auch noch nicht zurück. Na dann wünsche ich euch eine gute Nacht, bis morgen.“ Bevor sie aus dem Brandkessel geht, bestellt sie für sich, Schleicher und die beiden Freundinnen noch das Frühstück und macht sich in Richtung ihrer Hütte auf, während sich Synthia und Merissa sich zu Bett begeben.........Fortsetzung folgt

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1. Abenteuer Die Raubsteine auf dem Buckel, Teil 7

Beitrag von Théorel » 31.12.2020, 11:24

Kapitel 3
Palea, Großkönigreich Tion, Leet, mitten im Herbst, ca. ½ Stunde vor Sonnenaufgang

Kunz steht vor dem Zimmer der beiden Freundinnen und klopft wie vereinbart kräftig an die Tür und ruft: „Meine Damen, ihr wolltet geweckt werden!“. Und nach mehrmaligem klopfen und rufen hört Kunz aus dem inneren: „Danke Kunz, wir sind wach und auf dem Weg zum Frühstück.“ Als sie gegen Sonnenaufgang die Treppe herunter kommen, treffen sie auf Hridaya. Die drei begrüßen sich und gehen in den Schankraum an den Tisch, an dem sie gestern schon gesessen haben und dort sitzt zu ihrer Überraschung schon Schleicher, grüßen ihn und setzen sich an den Tisch und frühstücken. Währenddessen spricht Schleicher über seinen Ausflug und holt auch eine recht mitgenommene Karte hervor. „Hier, die Karte hat mich ein paar mühen gekostet, diese zu besorgen“ und zeigt eine geschlängelte Linie entlang und sagt: „Diesen Weg müssen wir gehen, es wird anstrengend und die Pferde können wir nicht mitnehmen, da es zu unwegsam wird, genaueres von unserem Weg habe ich durch Zeitmangel nicht herausfinden können. Was ich sagen kann ist, das Geheul kann meiner Meinung nach nicht von Wölfen stammen und etwas Grünhäutiges konnte ich auch nicht entdecken.“ „Dann sollten wir nach dem wir fertig gegessen haben aufbrechen und vorher noch zum Krämer“ erwidert Hridaya, als Schleicher unter den Tisch greift und vier Leinenbeutel hervor holt und sagt: „Mit bester Empfehlung von ‚Aaros Allerley‘. Wegzehrung für knapp zwei Wochen und zwei Fackeln für jeden. Dann lasst uns fertig frühstücken.“ Gesagt, getan. Als die vier fertig sind brechen sie auf, das Geheimnis zu entlüften.........Fortsetzung folgt
Zuletzt geändert von Théorel am 25.02.2021, 14:56, insgesamt 1-mal geändert.

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1. Abenteuer Die Raubsteine auf dem Buckel, Teil 8

Beitrag von Théorel » 04.01.2021, 17:39

Am Anfang auf dem Hauptweg nach Norden kamen die vier recht zügig voran. Allerdings währt das Glück nur solange, bis sie den Weg zum südlichen Tal einschlagen. Nun ragen auf einmal überall alte, knorrige Wurzeln von uralten Eichen und Tannen, die sich abwechseln und dicht beieinander stehen, hervor, die die vier zu etlichen Umwegen zwingen, sowie auch etliche dornige Büsche, die direkt auf dem Weg stehen, so als hätte sich der Wald gegen sie verschworen. Nach etwa zwei Stunden, durch Umwege angestrengten Wanderns hören sie knackende Geräusche zu ihrer linken aus dem Unterholz und Schleicher, der voran geht, zeigt ihnen an stehen zu bleiben und leise zu sein. Im nächsten Moment tritt ein massiger Braunbär auf den Weg und wendet sich, in Richtung unserer Wanderer. Merissa und Synthia sind vor Schreck wie versteinert. Hridaya nestelt an ihrer Gürteltasche herum, um ein Stück Trockenfleisch heraus zu holen und macht vorsichtig ein paar Schritte auf den Bären zu. Das jedoch scheint den Bären nervös zu machen, denn nun beginnt er gefährlich zu schnauben und zu brummen, woraufhin Hridaya stehen bleibt und Schleicher nimmt das Stück Fleisch an sich. Aber was macht Schleicher denn jetzt, warum geht er auf den nervösen Bären zu? denkt Hridaya voller Sorge. Doch nun hört sie Schleicher sprechen, aber sie versteht die Worte nicht, doch diese scheinen eine beruhigende Wirkung auf den Bären zu haben, denn das brummen und schnauben lässt allmählich nach. Schließlich streicht Schleicher dem Bären mit der linken Hand über seine rechte Flanke, gibt ihm mit der anderen das Fleisch und schickt ihn mit einem sanften Klaps seiner Wege, was der Bär auch zufrieden brummend macht, sodass alle, nachdem der Bär aus Sicht- und Hörweite ist, auch wieder durchatmen können.........Fortsetzung folgt
Zuletzt geändert von Théorel am 25.02.2021, 14:56, insgesamt 1-mal geändert.

Théorel
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1. Abenteuer Die Raubsteine auf dem Buckel, Teil 9

Beitrag von Théorel » 25.02.2021, 12:48

Wenn es die letzten Stunden anstrengend war, so wurde es nach der Begegnung mit dem Bären noch unwegsamer. Nun kamen zu den Wurzeln und Dornenbüschen auch noch breite und teils tiefere Furchen und einige Schluchten hinzu, die die Gruppe noch zu mehr Umwegen zwangen, zudem war in diesen Schluchten, und um diese herum, der Wald spärlicher, sodass die Sonne dort die Wanderer mehr zu schaffen machte. Gegen Mittag machten die 4 nach einer weiteren anstrengenden Schlucht nach dieser ihre wohlverdiente Pause um sich zu stärken und zu verschnaufen. Sie sind gerade dabei den Schatten zu genießen und auf einem Stamm vor ihnen die Verpflegung auszubreiten, als während einer kleinen Meinungsverschiedenheit von Merissa und Synthia, wegen kleinerer Unterschiede hinsichtlich ihrer Verpflegung, wo Hridaya auch schon versucht zu schlichten, ein Pfeil zwischen Hridaya und Merissa in einem Stamm einschlägt. Im gleichen Moment ruft Schleicher: „In Deckung, Goblins!“. Geistesgegenwärtig zieht Hridaya die im Moment völlig perplexe Merissa in Deckung hinter den umliegenden Stamm. Inder Zwischenzeit haben Schleicher und Synthia ihre Bögen Schussbereit, und durch die geübten Hände der beiden ist nach einigen Augenblicken die Gefahr der Grünhäute gebannt. Nach näherer Untersuchung der Angreifer, es handelte sich um eine 4-köpfige Bande, das mitnehmen von eventuell brauchbaren Gegenständen an den Goblins, sowie das entledigen der Toten, um so wenig Spuren wie nötig zu hinterlassen, machen sie sich nach Beendigung ihrer Rast wieder in Richtung „Gipfel“ auf.........Fortsetzung folgt
Zuletzt geändert von Théorel am 25.02.2021, 14:57, insgesamt 1-mal geändert.

Théorel
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1. Abenteuer Die Raubsteine auf dem Buckel, Teil 10

Beitrag von Théorel » 25.02.2021, 14:54

Nachdem die 4 weitere 2 Stunden unterwegs sind, mittlerweile ist es zwischen der 4. und 5. Stunde nach Sonnenhöchststand, hat sich die Sonne hinter Wolken verborgen, leichter, nebliger Dunst ist aufgezogen und es ist merklich kühler, bemerken sie den starken Anstieg zur Kuppe des Buckels und der Weg, jetzt eher ein sehr schmaler Trampelpfad, der sich im Zick-Zack-Kurs durch relativ düsteres, dunkles Unterholz den Buckel entlang schlängelnd, ist nun auch rutschig geworden. Synthia und Merissa sind der Meinung, dass sie ab und an Stimmen aus dem Unterholz hören, wobei ihr ungutes Gefühl noch verstärkt wird, als sie, nachdem die 4 die zweite Kehre durchlaufen haben, ein unnatürliches, schauriges Heulen ertönt, dass sie vor Schreck zusammenzucken lässt. Nach dem Schreck meint Synthia: „Also das war definitiv nicht von einem Wolf. Jetzt bin ich mal gespannt, was uns oben alles erwartet.“ Als die 4 die letzte Kehre passieren wird das Unterholz lichter und sie halten am Rande an und machen sich ein Bild, wie es zwischen dem Waldrand und der Ruine aussieht. Zwischen ihnen und der Außenmauer, deren Reste mittlerweile wie ein riesiges, lückenhaftes Gebiss wirken, befindet sich nichts an Bäumen oder Büschen, nur eine fast 200 Meter breite Freifläche. Der ehemalige Turm liegt mittlerweile in menschengroßen Einzelteilen über den kompletten Innenhof verteilt. Am ehemaligen Hauptgebäude fehlt das komplette Dach, nur die Außenmauern stehen noch, wobei die 4 an der äußersten rechten Ecke eine Rauchsäule aufsteigen sehen, etwa 20 Meter von einem mit Gegenständen blockierten Durchgang entfernt. „Einfach so auf die Ruine zulaufen wäre vollkommen wahnsinnig, so ohne Deckung“ gibt Hridaya zu bedenken. Sie beraten sich und kommen überein, dass Schleicher die rechte Seite der Ruine auskundschaftet, Synthia die linke Seite, und Hridaya und Merissa bleiben vor Ort, um den ehemaligen Haupteingang zu beobachten. Sowie sie alles besprochen haben, machen sich Schleicher und Synthia auf den Weg.........Fortsetzung folgt

Théorel
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1. Abenteuer Die Raubsteine auf dem Buckel, Teil 11

Beitrag von Théorel » 11.03.2021, 10:14

Etwa eine Stunde später können die 4 Ihre Entdeckungen austauschen. Hridaya und Merissa teilen mit, dass mindestens eine Person am Eingang Wache hält. Schleicher hat an der rechten Seite keinerlei Mauerdurch- oder Mauereinbruch feststellen können, lediglich ein versteckter Höhleneingang an der steileren hinteren Seite ist ihm aufgefallen. Als Synthia erzählt, werden die anderen hellhörig. Sie entdeckte bei ihrer Erkundung einen unbewachten Mauerdurchbruch, der sich auf halber Strecke zur hinteren Mauerseite. Außerdem berichtet sie, dass es mindestens drei Personen seien, die sich innerhalb der Ruine aufhalten. Mit diesen Informationen beraten sich die 4, wie sie die Bande, am besten ohne Kampf, aus der Ruine zu vertreiben. Nach intensivem beraten einigen sie sich darauf, dass Synthia, die sich in dem Bereich der Ruine schon etwas auskennt, sich in der Ruine versteckt und, wenn alles klappt, die Bande mit ihren eigenen Waffen, sie mit Geisterstimmen zu vertreiben, zu schlagen. Losgehen soll Synthia, wenn es anfängt zu dämmern. Da es noch etwa eineinhalb Stunden bis zur Dämmerung sind, heißt es für die 4 warten.........Fortsetzung folgt

Théorel
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1. Abenteuer Die Raubsteine auf dem Buckel, Teil 12

Beitrag von Théorel » 03.04.2021, 11:33

Als das Tageslicht fast verschwunden ist, macht sich Synthia auf den Weg. Ohne dass die Bande etwas mitbekommt, steht sie etwa eine dreiviertel Stunde später in einem etwa 3 x 3 Meter großen Raum ohne Dach, der direkt an den Mauerdurchbruch grenzt. Sie orientiert sich kurz und entdeckt auf der von Ihr rechten Seite einen alten Kamin. Dorthinein stellt sie sich, verstellt ihre Stimme, der Kamin hilft ihr dabei ihre Stimme noch mehr zu verfremden, und ruft: „Hui, hu, hu, ha, ha, ha, ihr Taugenichtse! Hu, hu, ha, ha, ha, verschwindet von hier! Ha, ha, ha, ha, oder meine Bluttrinker und ich, Jorien, werden euch kommen und euch holen! Ah, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha!“ Sowie Synthia mit ihrer Vorstellung endet, sehen die anderen insgesamt drei Gestalten, die Hals über Kopf und angsterfüllt schreiend das Weite suchen. Einen Augenblick später sehen die Anderen, wie Synthia am Eingang erscheint und sie zu sich ruft. Nun können sie sich im Hauptgebäude einen ersten Eindruck im Halbdunkel verschaffen. Da es mittlerweile recht spät ist, entschließen sie sich bis zum nächsten Tageslicht zu warten, und machen sich am noch brennenden Lagerfeuer gemütlich, an dem die Bande sogar noch einen Braten zurückgelassen haben. Nachdem sie sich an diesem gütlich getan haben, begeben sie sich dann auch in ihre Schlafrollen und Schleicher übernimmt die erste Wache.........Fortsetzung folgt

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