AL: Heerwesen und Bewaffnung / Gefahren (Rohtext)

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Mao Ya Si
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AL: Heerwesen und Bewaffnung / Gefahren (Rohtext)

Beitrag von Mao Ya Si » 21.12.2010, 13:13

Ao-Lai hat, wie bereits ausgeführt, noch nichts mit dem übrigen Magira zu tun gehabt. Deshalb war es auch nie notwendig, eine Armee aufzustellen. Für die Bekämpfung der Piraten, Räuber und anderem Gesindel wird die Miliz eingesetzt, die auch für die normalen Wachaufgaben zuständig ist. Sollte es doch einmal zu einem Überfall kommen, so kann der Gegner mit einer Verteidigung durch die Bevölkerung rechnen.
über eine Mindestbewaffnung verfügt in der Regel jeder in Ao-Lai, denn Kämpfen ist hier eine religiöse Weltanschauung, kein Zwang sich verteidigen zu müssen. Gerade diese Weltanschauung und der durch sie genährte Wunsch, Mitglied der Jadefamilie zu werden, hat dafür gesorgt, daß es im ganzen Reich von Kampfkunstschulen wimmelt.

Gefahren im Affenreich
In diesem Kapitel sollen nicht naturgegebene Gefahren wie Klippen, Krankheiten und Steinschlag, die es auch in Ao-Lai zur Genüge gibt, behandelt werden, sondern intelligente Wesen, die den anderen Bewohnern Probleme bereiten können.
Die Piraten
Lichtscheues Gesindel, das sein Unwesen zwischen den Inseln treibt. So mancher Kaufmann verlor schon Ware und Leben an die Kaperdschunken. Einige Piratennester sind bekannt, aber so gut gesichert, daß ein Angriff blanker Selbstmord wäre. Eines die-ser Nester ist die "Dao Ta Hei Hu" - die Insel der Schwarzen Tiger. Ein anderer Piratenhaufen wurde bis vor ein paar Jahren von dem berüchtigten Hsüan Feng (Wirbelwind) geleitet. Doch treiben die Piraten ihr Unwesen nicht nur auf See, schon oft überfielen sie die ungeschützten Dörfer der Inseln und plünderten sie aus.

Die Geister der Ahnen
Die Seele eines Toten wird noch eine gewisse Zeit außerhalb der göttlichen oder dämonischen Ebene verbleiben, in der sie von den himmlischen bzw. höllischen Beamten geprüft wird, für welche der beiden Institutionen sie besser geeignet ist. Die jenseitigen Beamten arbeiten sehr sorgfältig, und beachten auch, wie sich die Lebenden ihren AHNEN gegenüber verhalten. Dies erklärt, warum die Ahnen so großes Interesse daran haben, daß sich ihre Nachfahren mit Respekt an sie wenden bzw. ihnen einen der wenigen Ehrenplätze auf dem Hausaltar zuweisen. Ist eine Seele erst einmal im Himmel oder der Hölle verschwunden, so taucht sie nur in den seltensten Fällen jemals wieder auf (z.B. als Gesandter).
Es kommt natürlich vor, daß ein Geist noch nicht um die Aufnahme in eine der jenseitigen Welten ersucht, da er eine für seinen Frieden unbedingt noch zu lösen-de Aufgabe hat, die ihn an die reale Welt bindet, oder daß er unter einem Fluch leidet, der seine Erlösung verhindert. Das "Leben" eines Geistes ist von
seinem ehemaligen Leben gar-nicht so verschieden, die Armen sind noch immer arm, die Reichen noch immer reich, nur arbeiten alle jetzt nicht für ihren Unterhalt, sondern um die Beamten aus Himmel und Hölle zu beeinflussen. Soviel zu den äußeren Umständen, denen eine Seele ausgesetzt ist, nun zu ihr selbst.
Der Geist eines gerade Ver- %q
storbenen ist ein exaktes Ab- eile MW
bild des Toten, einschließ
lich aller Dinge, die eng mit ihm verbunden sind (z.B. eine Weinschale). Sollte er sich noch einmal in der realen Welt manifestieren, wird er den Menschen als durchsichtige Gestalt erscheinen. Da im Laufe der Zeit das Bild der Seele in der Erinnerung der Menschen undeutlich wird, wird auch der Geist selbst immer nebulöser. Ebenso vergißt er Teile seines alten Wissens, das durch Erfahrungen, die er als Geist macht, er¬setzt wird. Irgendwann wird er - sofern er nicht inzwischen im Himmel oder der Hölle gelandet ist - als namenloser Nebel mit glühenden Augen über Magira wandeln.
Geister können wie lebende Menschen im Grad der Erfahrung steigen und erhalten pro Grad 5 AP zusätzlich. In der realen Welt manifestiert sich ein Geist mir mit seinen AP, seine LP sind in seiner Mannastruktur gebunden; bei weniger als 0 LP erlischt seine Existenz. Wie er in der realen Welt bekämpft werden kann, hängt davon ab, wie stark seine Manifestation ist. Kann er Lebenden im Kampf Schaden zufügen, so kann er auch selbst AP verlieren. Beschränkt er sich auf eine angst¬einflößende Erscheinung, so ist er auch selbst unangreifbar. Die Fähigkeiten, die sich ein Geist im Laufe seiner Existenz aneignet, bleiben dem Spielleiter überlassen. Wird ein Geist von einem Priester ausgetrieben, so verschafft dieser ihm quasi eine Freifahrkarte in die Hölle.
Als Beispiel sei hier der Geist des Beamten Pian Zhou ange-führt, der zu seinen Lebzeiten zu Unrecht des Betruges ange-klagt wurde.
Grad/T: 3/54
GB: +1;
LP: 12; AP: 19
Dolch SDM2; Shaken SDM3; Schwert SDM2; Waffenloser Kampf SDM3; Hochschrift SDM3; Gassenwissen, Geschichtskenntnisse, Lesen und Schreiben, Philosophie, Rechtskenntnisse, Wund¬heilung.
Er verlor seinen Posten und erhängte sich im Gerichtsgebäude. Doch das an ihm begangene Unrecht ließ ihn nicht ruhen, und so trat sein Geist immer dann in Erscheinung, wenn ein Richter "seines" Gerichts Gefahr lief, ein falsches Urteil zu fällen. So geschehen im 2.Jahr des Todes von Pian Zhou.
Erscheinung: als Abbild des Toten in der Kleidung eines Be-amten.
Grad: 4
GB: +1; Bonus gegen Magie/Wunder: +4/+7 (Grad +3 da guter Geist)
LP: 12; AP: 32 (12+5/Grad)
Waffenloser Kampf SDM4; Hochschrift SDM4; Geschichtskennt-nisse, Lesen und Schreiben, Philosophie, Rechtskenntnisse. Manifestation 1: Kosten für 10 KR: 2 AP
Durchscheinendes Abbild, das in der Regel nur mit Wundern zu beeinträchtigen ist. Kann Gegenstände oder Wesen nicht berüh¬ren, sondern passiert sie ohne Widerstand. Wesen reagieren dabei wie auf den Zauber I "Furcht".
Manifestation 2: Kosten für 10 KR: 4 AP
Körperliches Abbild, das normal verzaubert bzw. bekämpft werden kann und selbst in der Lage ist, Wesen und Gegenstände zu be¬rühren.
Als eines Tages - im 89.Todesjahres des Pian Zhou - sogar ein unehrenhafter Richter sein Amt antrat, sorgte der Geist für einen vorzeitigen Tod des Beamten.
Erscheinung: geisterhafter Nebel mit glühenden Augen. Grad: 8
GB: +1; Bonus gegen Magie/Wunder: +8/+11;
LP: 12; AP: 52;
Hochschrift SDM8; Geschichtskenntnisse, Lesen und Schreiben, Philosophie, Rechtskenntnisse.
Manifestation 1: wie oben, nur: Wesen reagieren bei Durch-dringen des Geistes wie auf den Zauber V "Grauen".
Manifestation 2: wie oben. Bei der Berührung durch den Geist (SDM8) verlieren Wesen 2w6 LP/AP.
Seit damals trat der Geist des Pian Zhou nicht mehr in Erscheinung.
Zai jian!

Tobias

alias Mao Ya Si, Regierungsbeamter
OT-Betreuer der Provinz SU
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Wer etwas möchte sucht Wege.
Wer etwas nicht möchte sucht Gründe. ;)

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